16 Mai 2007

Ordnereinband

Es gibt so Dinge, die schiebt man ewig vor sich her, will sie aber irgedwann mal machen. So ging es mir mit einem Ordnereinband. Überall hab ich so schöne gesehen und konnte mich nicht entscheiden, wie und was ich machen wollte. Aber am Sonntag hatte ich meinen Impuls und legte los. Als erstes hatte ich die Gestaltung des Rückens vor meinem geistigen Auge. Dazu habe ich einen rostroten Leinenstoff genommen, mit Volumenvlies hinterlegt und abgesteppt. Den Schriftzug: "ART4CARD" habe ich auf einen Stoff mit Schrift aufgedruck, ausgeschnitten und appliziert. Am Ende habe ich noch ein paar Kokosperlen aufgenäht.


Um so länger hat die Gestaltung des Vorderseite gedauert. Nach etlichen Entwürfen ist dann das die endgültige Variante geworden.

Ich habe auf einem Stoff mit Schriftzug ein Stück Cheesecloth, das ich eingefärbt habe, mit PVA Kleber aufgeklebt. Für die Collage hatte einen selbstgefärbten Stoff gefunden, der den gleichen Grundton hatte wie das Leinen der Rückseite. Dann habe ich mir mit dem Computer eine Collage erstellt aus verschiedenen Stemplemotiven. Der Hintergrund der Grafik ist ein kitschiges Rosenfoto gewesen, das ich mit verschiedenen Effektfiltern umgewandelt habe. Diese Schwarzweißgrafik habe ich anschließend mit dem Grafikprogramm in eine Duotongrafik umgewandelt, der wieder die gleichen rötlichen Grundtöne zu Grunde liegen. Diese Grafik habe ich dann auf den rötlichen Stoff ausgedruckt und auf den Hintergrund genäht.

Den Hintergrund des Bildes habe ich dann noch gequiltet, so dass der Kopf der Frau plastisch heraus kommt. Leider ist das auf dem Foto nicht gut zu erkennen. Den Schriftzug auf der Vorderseite habe ich auf Pelmet Vilene gedruckt, ausgeschnitten und mit der Maschine auf den Einband genäht.

Die Kanten der einzelnen Pelmetbuchstaben habe ich über einen schwarzen Stempel gezogen, damit sie diesen Hauch von alt und abgegriffen bekommen.

Am linken Rand der Collage habe ich eine passende Häkelspitze aufgenäht und ein paar Perlen zur Verzierung.
Manchmal ist es ein bisschen wie eine Geburt. Ich muß einfach mit verschiedenen Ideen schwanger gehen, mich auch auf dem Weg dahin von einigen trennen, neue aufnehmen und dann loslegen. Ich bin kein großer Freund von Scetchbooks, meine Entwürfe habe ich im Kopf. Dort verändere ich sie auch und baue sie bis zum letzten aus. Anschließend mache ich mich ans Suchen der zugehörigen Materialien und schaffe es doch tatsächlich in wenigen Minuten ein riesen Chaos in meinem Arbeitszimmer zu schaffen, weil ich einfach alles anschleppe, was eventuell dazu passen könnte. Irgendwie sind das die zwei wichtigsten Phasen, zum einen die Kopfarbeit bei der ich absolut kein Chaos gebrauchen kann und alles an Ort und Stellen verräumt sein muß, sonst hab ich einfach keine brauchbaren Ideen. Und zum wirklichen arbeiten brauche ich mein Chaos. Mein Mann ist jedes Mal, wenn er in dieser Phase mein Zimmer betritt, erstaunt, wie ich da überhaupt etwas finden kann. Gibts da nicht so einen Spruch: "Nur das Genie beherrscht das CVhaos." :-))
Nein, ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und habe schon, wie könnt es anders sein, schon wieder das nächste Projekt vor meinem geistigen Auge. Also gehe ich mal in mich an diesem verregneten Feiertag, räume auf und bastel weiter.

13 Mai 2007

ATCs und Muttertag


Heute zum Muttertag habe ich mir etwas besonderes ausgedacht. Die kleinen Gläser und die Bügelflasche habe ich gestern auf dem Flohmarkt erstanden und hatte sofort eine Idee, was ich damit machen könnte. Einen Seidenblütenkranz zerlegt, ein paar Steine und Stöckchen vom See, alles ab ins Glas und ein paar Tropfen Rosenöl drauf, fertig war das Muttertagsgeschenk. Und da ich nur eine Stiefmutter bin, habe ich mir das obere selbst geschenkt.



Auch diese Woche habe ich wieder wunderschöne ATCs bekommen.
Die erste ist von Waltraud.

Die ist von Anke aus Michendorf.

Die habe ich von Elke aus Gera erhalten.

Diese hat mir Ute aus Lichtenberg geschickt.

Direkt aus der Schweiz kam diese hier von Ruth.

Und die letzte kommt von der anderen Seeseite aus Stetten von Dagmar, deren Kinder begeisterte Pfadfinder sind.