03 Oktober 2006

Experimentelles Wochenende

Das ewig lange Wochenende, was für mich bereits am Donnerstagnachmittag anfing, geht ganz langsam zu Ende. Und ich habe einiges geschafft, von dem was ich probieren wollte. Ich habe völlig ungehemmt mit allem herumexperimentiert, was mir so in den Sinn kam.


Einen alten Lumpen (so würde zumindest meine Mutter den Stofffetzen bezeichnen) habe ich mal wieder mit meinen geliebten Seidenmalfarben gefärbt und in der Mikrowelle fixiert. Aus schwarzem Stoff habe ich verschiedene Motive ausgeschnitten und mit Vliesofix auf den Hintergrund geklebt. Darüber habe ich ein altes Kartoffelnetz gespannt und alles zusammen auf einem Keilrahmen befestigt.

Hier kann man leider die Details nicht wirklich gut erkennen. Dabei habe ich so viele verschiedene Materialien verwendet. Also der Hintergrund ist mal wieder ein Keilrahmen auf dem ich einen Seidenplissee gespannt habe. Einen rechteckigen Streifen Pannesamt habe ich mit Vliesofix und Organza belegt und anschließend den Organza wieder mit dem Heißluftfön abgebrannt. Dadurch sind interessante Strukturen auf dem Samt entstanden über die ich mit einem goldenen Oil Paint Stik gemalt habe. Die seitlichen Dreiecke sind aus gefärbten Pelmet Vilene, darauf habe ich einige Perlen genäht und den Rand mit Satinstich umnäht. Am unteren Ende sind noch ein paar gekräuselte Details zu sehen. Dafür habe ich einen Bogen Spinnvlies mit Acrylfarbe bemalt und dann mit dem Heißluftfön Löcher hineingebrannt. Die wellige Struktur entstand bei der Hitze zwangsläufig. Mit einem alten Lappen habe ich etwas goldene Metallic Paste auf die Oberfläche eingerieben. Noch ein paar Perlen zur Verzierung, die teilweise unter bronzefarbenem Netz versteckt sind.


"verhuurd"

Diese Bild hat sogar einen Namen. Ich war vor einigen Jahren mal in Antwerpen. Die Stadt ist ja nicht zuletzt für seine jüdischen Diamantenhändler bekannt. Und bei einer Stadtbesichtigung, die bei strömendem Regen stattfand, standen wir irgendwann vor einem Haus an dem mit riesigen Lettern "verhuurd" stand. Unsere Gedanken muß ich nicht wirklich noch mitteilen. Und da keiner von uns der Landessprache mächtig war, haben wir uns einfach köstlich amüsiert. Was es nun wirklich heißt? Tja, das haben wir dann schon noch rausgekriegt.



Dieses Bild habe ich meinem Schatz für sein neues Büro gemacht. Er hat seit gestern einen neuen Job und darüber freuen wir uns beide. Und damit sein neues Umfeld auch etwas an zu Hause erinnert, habe ich ihm ein Experiment gewidmet. Und weil seine Zahlen meist trocken sind, wollte ich etwas Fabe ins Spiel brangen. Auf seiner alten Jeans habe ich ganz viele Zickzacknähte gemacht, wieder viel mit Acryl gemalt und mein geliebtes Kartoffelnetz aufgeklebt.